Gerade, als ich so darüber nachgedacht habe, was ich eigentlich suche oder glaube, irgendwann finden zu können, kam ich auf die Idee, dass ich eigentlich dieses Blog hier extrem vernachlässige. Ohne jetzt irgendwie zwanghaft nach Entschuldigungen dafür suchen zu wollen, fällt es mir dennoch schwer, dieses ehemals gut und viel gefüllte Medium links liegen zu lassen, und versuche mich ein bisschen zu sammeln und die Gedanken der letzten Tage/Wochen/Monate irgendwie zu dokumentieren, oder einfach nur niederzuschreiben oder was auch immer.
Und damit das nicht so eine ganz so chronologische Sache wird, fang ich einfach mal bei “gestern” an…
Gestern sind wir nachhause gekommen. Mit wir sind meine Eltern, Schwester und ich gemeint. Der jährliche und da er zum zweiten Mal in der Form fand, schon fast zur tradition werdende/gewordene Familienurlaub in der Südsteiermark.
Wir sammelten das Schwesterherz Freitag nachmittags in Bruck am Bahnhof ein, fuhren anschließend über Umwege zum Quartier in Arnfels. Umwege deshalb, da wir ja nicht mit leeren Händen nachhause kommen wollten.
Am Abend gab’s dann das traditionelle steirische Backhenderl mit viel Salat und den ein oder anderen Gspritztn ääh Mischung.
Also ich bin ja was Wein betrifft ein absolutes Nackerpatzerl, kann roten von weißen gerade unterscheiden, wenn er süß ist, macht mir das nichts aus. Naja, jedenfalls haben wir einiges getrunken, Fettspalter aka “stink owe brenn aufa” natürlich auch.
Die Morgenzigarette war dann umso schöner angesichts dieses Anblicks:

Für Samstag stand große Graz-Tour auf dem Programm. Zuerst nach Seiersberg ins hiesige Shopping-Zentrum. Anschließend zu Hooters, wieder quer durch Graz ins Zentrum, Parkplatz suchen, völlig frustriert in die überteuerte Parkgarge gefahren, Wanderung quer über den Hauptplatz zum Schlossberg. 260 Stufen erspart, mit Dad Lift gefahren. Oben traumhafter Ausblick über Graz – ich hatte tatsächlich die fette Spiegelreflex mit, da ich mich nicht mit fucking Handyfotos begnügen wollte, und mal so richtig einen auf Streetphoto und so machen, aber was war? NIX! – jedenfalls soweit der Nebel/Smog/was auch immer das zuließ.

Ich war dann so lieb und schenkte meiner Mama die Liftkarte für hinunter. 260 Stufen runter sind doch ein Kinderspiel. Befürchte nun schlimmste Meniskusverletzung haha. Wieder herunten angekommen, marschierten wir über die Murinsel zum anderen Ufer und dann zielstrebig Richtung Tribeka, dem Pflichttermin in Graz schlechthin.
Nachdem Papa ungefähr einen halben Liter Cappucino hinuntergespült hatte, spazierten wir wieder in die – hab ich schon vollkommen überteuerte erwähnt? – Parkgarge und fuhren auf dem kürzesten Weg wieder zurück nach Arnfels. Also der kürzeste war’s nicht ganz, da wir einen kleinen Umweg über Gleinstätten machten. Das erste österreichische Shared Space Projekt musste schließlich auch noch besichtigt werden, obwohl wir noch immer rätseln, welche Verkehrszeichen die dort eigentlich aufstellen wollten.
Abends dann noch eine Runde Karten spielen, Maroni, Sturm, und irgendwann schlafen. Ja, so lässt sichs schon aushalten.
Gestern sind wir nachhause gekommen.