Achtung: es folgt melancholische Scheisse!

Es gibt Zeiten, da wünscht du dich einfach weit weg von hier. Weit weg von allem, dass du falsch verstehst. Weit weg von allem, dass du richtig verstehst, aber falsch weiterdenkst. Weit weg von allem, dass dich runterzieht. Weit weg von dir selbst.

Es gibt Zeiten, da wünscht du sie zurück. Ganz nah. So nah wie eine Patrone, wenn sie auf Panzerglas trifft. Die Scherben brechen nicht. Sie splittern. Umfassen das Geschoss. Lassen es nicht mehr frei. So oder so ähnlich könnte es zumindest wirklich stattfinden. Forensik ist etwas für Horatio Caine. Oder für Grisham. Keinen der beiden magst du sonderlich. Vielleicht würdest du sie als Menschen schon mögen, die Serien halt nicht. Ich mag die Belanglosigkeit des “sich berieseln lassens”. Etwas unzwanghaftes wird Gewohnheit, wenn man es nur oft genug an sich ranlässt.

Es gibt Zeiten, da hasst du die Gewohnheit. Du lebst in den neuen Tag haargenau gleich wie in den alten. Du denkst keine Sekunde darüber nach, was heute aufregendes, spannendes, tolles passieren könnte, weil du fest davon ausgehst, es wird nicht sein. Erwartest du eine Überraschung, würdest du vermutlich bodenlos enttäuscht abends nachhause kommen. Erwartest du keine, trifft sie dich voll und ganz dort wo es weh tut. Oder auch nicht.

Manche Dinge im Leben sollte man nicht beeinflussen können, das ist auch gut so. Jedesmal wenn du denkst, du könntest deine Welt ein kleines bisschen verändern, wirst du enttäuscht, weil du keinen Millimeter nach vor kommst. Wenn der Wille allein nicht mehr reicht. Oder so.

Du kannst nichts erzwingen. Ein “Nein” bleibt ein “Nein”, selbst wenn du es dir so sehr wünscht. Es sind die kleinen Dinge, die uns immer wieder überraschen. Wenn aus dem “Nein” auf einmal, ohne dass du etwas dafür getan hast, ein “Ja” wird. Überraschend. Bestimmt. Tatsächlich.

Wenn man sich mit Himmel und Hölle beschäftigt, kommen einem viele Gedanken über dieses Göttliche unter. Etwas das niemand versteht. Was sollen wir noch alles verstehen? Dinge, die wir nicht zu verstehen vermögen, weil sie vor unglaublich langer Zeit passiert sind. Wenn du nicht einmal das verstehst, was genau jetzt in dieser Sekunde passiert ist, kannst du auch das nicht verstehen.

Es gibt Zeiten, da geht es nicht ums Verstehen. Das Verstehen an sich, basiert darauf, sich in jemanden hineinversetzen zu können. Kann ich nicht. Geb’ ich zu. Ich bemühe mich, Dinge zu verstehen, von denen ich überhaupt keine Ahnung habe, und im Endeffekt werde ich immer scheitern, weil ich es einfach nicht kann. Ich kann deine Meinung respektieren, akzeptieren, vielleicht sogar gut finden. Aber das alles hat nichts mit verstehen zu tun.

Was würdest du tun, wenn du noch 24 Stunden hättest. Eine Frage über die man vermutlich tagelang, wenn nicht sogar monate- vielleicht sogar jahrelang philosophieren könnte. Ich weiss nicht, was ich tun würde. Deswegen halte ich es aus jetztiger Sicht für eindeutig besser, noch mehr als 24 Stunden zu haben. Ich weiss, dass man sich das im Fall des Falles nicht aussuchen kann. Vielleicht sind’s irgendwann nur mehr 2 Sekunden, die ich habe. Oder ein Jahr? Vielleicht werde ich nicht einmal die Zeit dazu haben, nachzudenken was ich noch machen wollte, oder müsste. Wahrscheinlich würde mir das in dem Moment auch egal sein. Ich hab’ gelebt, hab’ geliebt, hab’ versucht, das absolut Beste aus jeder Situation zu machen, hab’ gekämpft, hab’ verloren, hab’ gelitten, hab’ zerstört, hab’ geträumt und bin aufgewacht. Bin niedergefallen und wieder aufgestanden. Ich will mir nicht vorwerfen müssen, liegen geblieben zu sein.

0
, Xblog

Über das Leben

Zuviele Dinge hat man schon erlebt, ohne sich ihrer Vollkommenheit bewusst zu sein. Viel zu oft hat man vielleicht sogar weggesehen, als es am meisten notwendig gewesen wäre. Ein ander mal war es vielleicht pure Lethargie. Du bist kraftlos, wenn du das ganze Jahr über kämpfst. Du bist gelähmt, weil du weisst, dass dich jedes Wort in 1.000 Stücke zerreissen wird. Du weisst, dass du einfach nicht darüber hinwegsehen kannst, dass du darüber hinwegsehen musst, dass ihr einfach nicht füreinander bestimmt seit. Aber wer entscheidet das schon. Du für dich? Etwas als perfekt zu bezeichnen, dass von der Perfektion noch meilenweit entfernt ist, bezeichnet man vielleicht auch als Hochmut. Und der kommt bekanntlich vor dem Fall. Irgendwann kommst du an den Punkt, wo die Einsicht vielleicht der leichtere Weg wäre, wo die Hartnäckigkeit der langwierigere wäre, und wo die Liebe überhaupt der steinigste ever wäre. Wenn du vor der Wahl stehst, zwischen zwei Möglichkeiten, wo eine davon die ist, dass du für unbestimmte Zeit extrem unglücklich sein wirst, wo du die Welt nicht mehr verstehen wirst, abgesehen davon, dass du dies sowieso schon längere Zeit nicht mehr tust. Oder aber du willst vielleicht für einen kurzen Moment unglücklich sein, dich ins Leben zurück kämpfen, ihr es vielleicht sogar beweisen, wobei die Ausgangssituation klar gegen dich spricht. Die Sache ist nur die, dass gute Kartenspieler sogar mit einem schlechten Blatt eine Partie für sich entscheiden können. Die Frage ist nicht, welchen Weg du schlussendlich gehst. Die Frage ist, ob du mit der Entscheidung dein Leben lang leben kannst.

Wenn ich dich so ansehe, kann ich gar nicht glauben, dass du es tatsächlich solange Zeit mit mir ausgehalten hast. Eine junge starke Frau, die ihren Weg geht. Und was bin ich? Jung. Zu jung für dich. Als ob wir das nicht schon gewusst hätten. Aber wir haben im Endeffekt soviel nicht gewusst, nicht einmal, dass wir jetzt vor den Trümmern stehen. Manchmal ist es nicht zu begreifen, was in den letzten Tagen/Wochen/Monaten geschehen ist. Manchmal bräuchte man einen “Reality-Modus” um für kurze Zeit aus seiner eigens kreierten Traumwelt auszusteigen. Oder einen “Preview”, um sich die Konsequenzen seiner Handlungen in der Zukunft anzusehen – in der nächsten Minute, nächsten Stunden, nächsten Tagen, vielleicht sogar im nächsten Jahr. Als Absicherung quasi. In den Tag hineinleben geht solang gut bis der Wecker läutet.

Und dann schau’ ich in den Spiegel. Bin unsicher was ich sehe. Mein wahres Ich ist irgendwo versteckt hinter einer selbstauferlegten Fasade, um sich selbst zu gefallen, um anderen zu gefallen, um sich nicht rechtfertigen zu müssen, um zumindest mit einem Gewissen in den Spiegel sehen kann, dass man es ja zumindest versuchen würde. Und ich entschuldige mich nicht für meine Unvollkommenheit. Ich entschuldige mich nicht dafür, dass ich auch nach 2 Duzend Jahren noch nicht an meinen Lebensweg angelangt bin. Was würde es bringen? Ich würde trotz allem dastehen, und nichts sagen können. Ich würde trotzdem dastehen und gelähmt sein, von deinen Worten, die wir eine Speerspitze in mein Herz eindringen, weil sie meine Unvollkommenheit ans Tageslicht bringt. Ich seh’ die Dinge mit anderen Augen. Das ist legitim. Das hat das “Mensch sein” so an sich. Lieber will ich gehasst werden, für das was ich bin, als geliebt zu werden, für etwas das ich nicht bin.

Und dann wäre da noch die Sache mit der Ehrlichkeit. Ich war nie besonders gut darin, meine Fehler einzugestehen, ich war auch nie besonders gut darin, hinter meinen Fehlern zu stehen. Sollte “Rausreden” jemals eine olympische Disziplin werden, scheiss’ ich auf “dabei sein ist alles”, ich will diese gottverdammte Medaille! Sie gehört mir. Ich hab’ nie verlangt, dass du auch mir gehörst. Hab’ dich dein Leben leben lassen. Hab’ dich Dinge machen lassen, wo mir jeder andere sämtliche Vögel gezeigt hat. Vertrauen als Basis einer funktionierenden Beziehung. Jawohl! Zu Vertrauen gehört auch Ehrlichkeit. Diesen Punkt hab’ ich irgendwie ausser acht gelassen.

Und was nun? Ich kann weder den einen Weg noch den anderen Weg zu 100% gehen. Du weisst, dass ich mich nie ändern werde und ich weiss, dass du es ebensowenig tun wirst. Erschwerend kommt hinzu, dass ich denke, dass du genau in diesem Moment auch nicht ehrlich zu mir bist. Man hört es von diversen Seiten, man verdrängt es, man will es nicht glauben. Kein Gespräch zwischen uns geht irgendwie in diese Richtung. Du verlangst von mir 100%ige Ehrlichkeit und bist es selbst nicht? Und dann heuchelst du mir vor, dass du immer ehrlich zu mir warst, und es auch weiter bleiben willst? Ich kenne meinen Weg nicht. Aber ich weiss, egal welchen ich gehen werde. Ich werde nicht damit leben können.

1
, Xblog

Und, welche der Damen nimmt er?

Wien hat ja bekanntlich gewählt, das Wahlergebnis ist einerseits ein herber Schlag für die Roten in Wien, haben sie ja ihre liebgewonnene absolute Mehrheit verloren, die rechte Seite gewann vorallem in den klassischen roten Arbeiterbezirken regen Zulauf. Soviel mal zur Vergangenheit.

Wir schreiben Freitag, 22. Oktober 2010. Es ist kurz vor 11:00 Uhr. Möglicherweise wird heute Geschichte geschrieben. SPÖ muss sich ja einen Koalitionspartner suchen, vor der Wahl bereits wurde die rechtspopulistische FPÖ ganz klar ausgeschlossen, das heisst es bieten sich folgende Konstelationen an: Rot/Schwarz oder Rot/Grün. Rot/Schwarz als bundesweite Großkoalition ist ja hinlänglich bekannt. Ein komplett neues Szenario für Österreich wäre natürlich das von vielen gewünschte Rot/Grün. Mit Maria Vassilakou haben die Grünen auch tatsächlich eine starke Frau an der Spitze, die die “Chaostruppe” in Wien auch tatsächlich unter Kontrolle bringen kann. Bleibt abzuwarten inwiefern sich Van der Bellen ebenfalls an der Regierung beteiligen würde, immerhin ist der ehemalige Bundessprecher der Grünen Sympathieträger Nr. 1, von Listenplatz 29 auf Platz 1 der Vorzugsstimmen.

Es ist jetzt 10:59 Uhr. Bald werden wir es wissen!

Update: Man sollte einfach nur den Standard aktualisieren! Rot Grün kommt!

0
, Xblog

Insel der Seeligen?!?!

derStandard.at berichtet über die Abschiebung von 8-jährigen Zwillingen und ihrem Vater.

Hört auf damit, Kinder in Schubhaft zu nehmen. Denn neunjährige Kinder einzusperren und ihnen den Aufenthalt zu verwehren ist ein Armutszeugnis für dieses Land und eines zivilisierten Staates nicht würdig.

Zitat: Josef Weidenholzer, Präsident der Österreichischen Volkshilfe

Und das so kurz vor der Wien-Wahl

Großartiges Phrasendreschen werdet ihr aber jetzt von mir nicht bekommen, ich bin aufgeregt, wegen 2, naja eigentlich 3 Dingen… Couch, Toskana und … 8-)

0
, Xblog

Anekdote aus dem Leben eines Feuerwehrmannes

Nehmen wir an, du bist jung und voller Tatendrang. Nehmen wir an, du willst deine Freizeit sinnvoll nützen, deswegen beschließt du einer Einsatzorganisation – in diesem Fall der Feuerwehr – beizutreten. Du machst das freiwillig, unentgeltlich, während deiner Freizeit unter Einsatz deines eigenen Lebens, wenn es denn sein muss.

Nehmen wir an, du wirst zu einem Einsatz gerufen. Nehmen wir an, es ist einer, der zwar nicht ganz in das hoheitliche Aufgabengebiet einer Körperschaft öffentlichen Rechts hineinfällt, aber er wird gemacht. Nehmen wir an, du nimmst dir nun extra frei, oder zumindest opferst du ein wenig Freizeit dafür, denn viele Hände machen bald ein Ende. So triffst du dich zum vereinbarten Zeitpunkt mit deinen Kameraden, bereitest das Material und Gerät für den Einsatz vor, insgesamt braucht ihr 1,5 Stunden, um alles einfach nur vorzubereiten.

Nehmen wir an euer Einsatzort ist eine Baustelle, die blöderweise bis auf die angrenzende Bundesstraße, eine viel befahrene Durchzugsstraße, grenzt. Nehmen wir an durch die Baustelle und der einspurigen Fahrspur in diesem Bereich herrscht dort Ampelregelung. Nehmen wir an, ihr müsst durch die Einsatzgegebenheiten eine Schlauchbrücke über die Straße verlegen. Nehmen wir an, dass manche Autofahrer ihren Schein irgendwo gewonnen oder gefunden haben, von Intelligenz ist man jedenfalls weit entfernt. Nehmen wir also weiter an, dass eine nicht befüllte Schlauchleitung in Kombination mit einer Schlauchbrücke und dummen Autofahrern ein Verkehrschaos verursacht, zumindest um 18:30 Uhr in einem mostviertler Kaff. Nehmen wir an, dass es etwas besser ist, sobald die Schlauchleitung gefüllt wurde, da der Druck des Wassers dem Schlauch eine gewisse Stabilität verleiht. Nehmen wir an, dass es doch noch Autofahrer gibt, deren Auto vielleicht nicht den gesetzlichen Vorschriften entspricht, und deren Plastikkotflügel die Schlauchbrücke mitreisst. Nehmen wir an, dies passiert genau zu dem Zeitpunkt, wo die Kolonne gefühlte 100 Kilometer lang ist. Nehmen wir weiter an, das dritte Auto der Kolonne ist ein Auto einer anderen Einsatzorganisation, die mit den weissen Kappen.

Nehmen wir also an, dass der Lenker des Fahrzeuges ein bisschen Gesichtsfarbe verliert, was aber nicht weiter schlimm ist, weil er ja nicht das Problem ist. Nehmen wir an, das Problem sind wir! Weil wir unsere Arbeit verrichten! Freiwillig, unentgeltlich, während unserer Freizeit und unter Einsatz unseres eigenen Lebens, wenn es denn sein muss.

Nehmen wir an, der Polizist fordert uns auf, die Ampelregelung, die auf einem viel zu kurzen Intervall geschaltet ist, und ein Chaos verursacht, da man die Schlauchbrücke ja nur äußerst langsam überfahren kann, zu deaktivieren und den Verkehr händisch zu regeln.

Man nehme also zwei junge Feuerwehrer (freiwillig, unentgeltlich, bla bla bla) stelle sie anstatt den Ampeln hin und sage ihnen, regelt den Verkehr. Um das Defizit der direkten Sichtverbindung auszugleichen, bekommen sie noch ein Handfunkgerät in die Hand gerückt und durch die beginnende Dämmerung schicke orange Warnwesten.

Nehmen wir an, die zwei machen das mit besten Wissen und Gewissen, wohlwissend das man gerade in einer gesetzlichen Grauzone handelt, wenn was passiert, sind wir dran, usw.

Dann nehme man an, einer der zwei hält auf seiner Seite den Verkehr auf. Eine ungeduldige junge Frau missachtet das Zeichen und fährt einfach drauf los, grinst spöttisch und meinte noch, sie müsse in die Arbeit. “Ja, wärst halt früher los gefahren, blöde Kuh”.. so ungefähr könnte man den nie ausgesprochenen Satz wohl formulieren. Der Grund, warum der Satz nie ausgesprochen wurde, ist dann vermutlich der Linienbus, dessen Fahrer sich ebenfalls lautstark zu Wort gemeldet hat: Beschimpfungen, Beleidigungen am laufenden Band. Als schließlich das Kennzeichen und die Buslinie mit dem Mobiltelefon fotografiert wurde, sind die Wortmeldungen ein bisschen ruhiger geworden, aber deutliche Handzeichen (der Finger war’s “leider” nicht) beim Freigeben der Straße sprechen schon eine deutliche Sprache.

Muss das sein? Mir ist schon klar, dass speziell Berufskraftfahrer unter einem enormen Stress und Druck stehen (ich komm ja mehr oder weniger selbst aus dieser Richtung, und weiss was Sache ist) aber ich denke, dass kein Mensch der Welt das Recht hat, jemand anderem in Ausübung seiner Arbeit zu beleidigen oder zu beschimpfen. Dass dies vor allem im Zusammenhang mit der Feuerwehr echt oft vorkommt, ist leider Tatsache. Gegen einen Polizisten traut man sich nicht, und Rettungsdienst, dass sind doch die, die Leben retten.

Ich wünsche also jedem viel Spass, sich selbst aus einem Auto zu befreien, oder sein Haus zu löschen, seine Katze vom Baum zu retten, oder irgendwelchen anderen “Scheiss”, den die Volltrotteln von der Feuerwehr so machen, weil es ihnen ja gerade soviel Spass macht, oder sie nichts besseres zu tun haben.

Ein bisschen Anerkennung und Respekt wäre nicht zuviel verlangt, sonst macht es vielleicht bald niemand mehr.

1
, Xblog

verrückt | schön

Der gefühlt kitschigste Film aller Zeiten. Ich steh’ ja normalerweise absolut nicht auf so Liebesschnulzen à la Dirty Dancing oder so. Nein nein, das ist zu dick aufgetragen für mich, und überhaupt.

Vor ein paar Tagen erinnerte ich mich dann schließlich an einen Film zurück, den ich vor Jaaaaahren mal auf ‘nem deutschen Sender gesehen habe (vermutlich), ein Film mit der ganz jungen Kirsten Dunst und irgendeinem Latino, der dem einen Typen aus CSI:Miami ein bisschen ähnlich schaut. Nur ein bisschen.

Nach ein bisschen Internet-Recherche Film gefunden: verrückt | schön. Nach ein bisschen Ladenstöbern in den hiesigen DVD-Märkten schließlich im Internet von einem von zwei möglichen Händlern auf amazon bestellt. Ha!

Gestern schließlich eingetrudelt, am Abend noch konsumiert (Das Wort passt irgendwie gut zur Hauptakteurin des Films..)

Verrscho in Und um was gehts? Naja, grob gesagt um eine 17-jährige Tochter eines Abgeordneten, die so ziemlich alles im Leben bekommen kann, außer Liebe, in eine halbwegs angesehene High School geht, aber eigentlich nur durch Drogen- bzw. Alkoholexzesse, einige Selbstmordversuche usw. auffällt. Die Stiefmutter treibt einen immer größer werdenden Keil zwischen Vater und Tochter, die selbst nach einigen Jahren noch immer sehr mit dem Selbstmord ihrer Mutter zu kämpfen hat. Usw.

Auf der anderen Seite ist ein nicht unwesentlich älterer junger Latino, der in einem typischen Ghetto aufgewachsen ist, Vater abgehauen als der Bub 5 Jahre war, Mutter mit den gefühlten 4-5 Kindern allein gelassen. Wohlerzogen und harte Arbeit gewöhnt, fährt er jeden Tag 2 Stunden mit dem Bus, um auf eine angesehene High School (ratet mal welche) gehen zu können, um sich seinen beruflichen Traum, er will Pilot der US Marine werden, zu erfüllen.

Wie’s im Leben halt so ist, lernen sich die zwei kennen, irgendwann im Laufe des Filmes auch lieben und naja, dann beginnt eine ziemliches Dramaturgie, Junge liebt Mädchen, Mädchen liebt Junge, Junge will auf die Militärakademie, Vater des Mädchens will ein Empfehlungsschreiben für den Jungen schreiben, aber nur wenn er sich von dem Mädchen fernhält. Junge macht dies auch zunächst. Mädchen stürzt massiv ab, Partys, Drogen usw. Junge meldet sich schließlich bei Mädchen, dass sich gerade auf einer Party so richtig volllaufen lässt. Junge holt Mädchen ab, bringt sie über Umwege zurück nach Hause. Vater des Mädchens ist überglücklich. Junge bekommt Empfehlungsschreiben und das Mädchen.

So in etwa.  Eine wirklich herzzerreissende Story, 4 Packungen Taschentücher können nicht lügen.

0
, Xblog

Rechts aussen darf nicht Spitze des Staates werden!

Am 25. April 2010 schreiten die Österreicher_innen wiedereinmal in die Wahlkabinen: Das Staatsoberhaupt wird neu gewählt und Dr. Heinz Fischer tritt um eine neue Präsidentschaftsperiode an.

Zu Beginn des “Wahlkampfes” standen noch keine Gegenkandiaten fest, Fischer positionierte sich als unabhängiger Kanditat und lässt somit seine SPÖ-Vergangenheit offensichtlich hinter sich. Die ÖVP scheint auf einen Kanditaten zu verzichten, wohl aus Personalproblemen – eine Wahlniederlage gegen einen (ehemaligen) Roten können sie sich nicht leisten. Von den Grünen wird höchstwahrscheinlich auch niemand kommen – Van der Bellen war zwar im Gespräch, aber dürfte im Parlament besser aufgehoben sein. Schad drum, ehrlich gesagt – interessant wär’s auf jeden Fall geworden! Und was macht die FPÖ?

Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache verkündet zuerst, dass man in Österreich das Amt des Bundespräsidenten ja gar nicht brauche, bringt sich dann allerdings wenige Tage oder Wochen später selbst ins Gespräch um eine mögliche Kanditatur. Dass der Herr auch den Anspruch auf den Wiener Bürgermeister und möglicherweise sogar auf den Bundeskanzler erhebt, lassen wir einmal außen vor – zur Glaubwürdigkeit trägts nicht viel bei. Und so kam es, dass in den Weiten des blauen Personaltopfes gesucht und die niederösterreichische Parteiobfrau der FPÖ, Barbara Rosenkranz gefunden.

Und deren “Bewerbungsschreiben” für das höchste Amt des Landes kann sich sehen lassen…(leider im negativen Sinn)

(…) Rosenkranz gilt als eine Ikone der Rechten. (…) Ihr Mann Horst Jakob Rosenkranz ist eine Größe in der rechtsextremen Szene, er gibt einschlägige Schriften heraus. Und auch Barbara Rosenkranz positioniert sich eindeutig: Das NS-Verbotsgesetz hält sie für verfassungswidrig, Zweifel an Gaskammern gehören für sie zur “freien Meinungsäußerung”. Rosenkranz ist streng konservativ, “heimattreu”, äußerst EU-kritisch, und in Migrations- und Integrationsfragen fährt sie einen äußerst strammen Kurs, der ihr auch als ausländerfeindlich ausgelegt werden könnte. | derStandard.at

Die FPÖ fährt einen durchaus riskanten Kurs, da Frau Rosenkranz eindeutig ein Angebot an die ÖVP-Wähler ist, die keinen “Roten” wählen wollen, obwohl das Ausländerthema für das bürgerliche Lager doch noch ein bisschen zuweit rechts ist. Bleibt abzuwarten, wie sich ihre Positionierung auf die Nicht- und Protestwähler auswirkt, wobei sich ja UHBP auf relativ guten Umfragewerten “ausruhen” kann. Eine Tatsache, die irgendwie “beruhigt”: Ein amtierender Bundespräsident wurde in der Vergangenheit noch nie abgewählt. Es wird also nicht das Ergebnis sein, um das es geht, sondern die Prozente, die erzielt werden, quasi als Warm-Up für die Wien-Wahl im Oktober.

Und im Social Web tut sich – natürlich – auch schon wieder was:  Nach der Facebook-Fanseite für den seelenlosen Ziegelstein folgt die Gruppe “Bundespräsidentschaftswahl2010:Ein Zeichen gegen den rechtesten Rand setzen” mit momentan noch überschaubaren 82 Mitgliedern, Tendenz steigend?

Eines ist sicher: Der rechte Rand darf nicht an der Spitze des Landes stehen!

Artikelbild: Christian Jansky

0
, Xblog