Woche 1: The new Droid-Experience!

Seit einer Woche, also um genau zu sein, seit Freitag 12:00 Uhr, ist das neue Smartphone von HTC, das Desire, in meinem Besitz und nun ist es an der Zeit, ein kleines Review zu schreiben. Das hier natürlich nicht alle Dinge Platz haben, und ich wahrscheinlich auf viele nette Gimmicks einfach vergessen werde, sag ich lieber gleich am Anfang, um nicht in Verlegenheit zu geraten, mit “Das hast du vergessen”-Kommentare gerügt zu werden.

Es ist schon ein extrem lässiges Teil, dieses HTC Desire. Soviel kann man nach einer Woche Powerusing und Extremknopfdrücking schon sagen. Und da wären wir auch schon bei Punkt 1.

Das Display

Im Vergleich zum Vorgänger (also nicht das Vorgängermodell) ist es kein Vergleich. Gestochen scharf, eine Farbexplosion, die da rüberkommt und riesig. Also wirklich kein Vergleich. Das Touchscreen an sich fühlt sich irgendwie geschmeidiger an, wie wenn der Finger für einen Bruchteil eines Millimeters ein bisschen nachgeben würde. Irgendwie weicher. Schwer zu beschreiben. Aber auf jedenfalls kein Vergleich! Top!

Handling

Also dieses Smartphone muss man unbedingt in der Hand gehabt haben. Es ist zwar ein bisschen größer und schwerer als das Magic, aber irgendwie fällt das gar nicht ins Gewicht. Also man merkt es nicht, weil es einfach besser in der Hand liegt gefühlsmäßig. Die Kunststoffoberfläche trägt noch sein übrigstes dazu bei, dass es nicht vom Nachttisch vibrieren kann, oder bei einer ruppigen Fahrweise im Auto herumrutscht, sofern es nicht in der Hosentasche ist. Apropos Hosentasche: bei einer etwas körperbetonteren Jeans kann es schon vorkommen, dass sich die Oberfläche allerdings als negativ erweist, aber wenn man sich erstmal daran gewöhnt hat, es in die Tasche zu geben, gibt’s damit auch keine Probleme. Robust dürfte das Gehäuse auch sein, zumindest hab ich weder auf dem Kunststoff noch auf dem Display leichte Kratzer oder sonst was. Aber gut, hab’s ja auch erst eine Woche.

Android 2.2

Gleich nach dem Einschalten kommt die gewohnte Telefoneinrichtung, die relativ flott geht. Und die erste Tätigkeit überhaupt war das Update von 2.1 auf 2.2 Froyo. Für Handys ohne Branding steht dieses Update ja schon länger (hab’ ich mir sagen lassen) zur Verfügung, und nach ein paar Minuten ist es nach einem Neustart auch schon oben. Es empfiehlt sich unbedingt vorher noch die WLAN-Einstellungen zu konfigurieren, sofern man halt auf ein WLAN zugreifen kann, da das Update schon eine gewisse Größe hat, die über’s Handynetz zu saugen wäre etwas fad.

So, und alles was dann kommt ist kein Vergleich. Nicht nur wegen Froyo, sondern generell wegen diesem HTC Sense Kram und generell dieser “der letzten Schrei” Handy-Generation.

Das Desire kommt von Haus aus mit Facebook/Twitter/Flickr-Apps (eben HTC Sense), die schwerst verbandelt sind, mit allem, was irgendwie mit dem Handy zu tun hat. Sei es Kontakte, sei es Galerie, sei es Widgets, usw. Ist natürlich ziemlich bequem, da man nicht erst nach den besten Apps für die Dienste suchen muss, und ggf. im Market downloaden. Einfach Anmeldedaten eingeben und fertig. Für die Anmeldeprozdur gibt es eine Art “Merkfunktion”, das heißt, dass Handy merkt sich zumindest den potenziellen Benutzernamen und schlägt ihn dann in weiterer Folge immer wieder vor, wenn man sich wo anmelden muss. Ist ziemlich nett, weil man sich größtenteils mit der E-Mail-Adresse einloggt, und diese immer wieder einzugeben ist mühsam.

Serienmäßig ist diese überdimensionale Uhr auf dem Homescreen, die an und für sich nicht besonders schick ist, aber sie bietet über wetter.com ein nettes Feature und zeigt (falls man es aktiviert hat) den aktuellen Standort, aktuelles Wetter + Temperatur an. Das ganze wird dann noch mit netten Details umrahmt, zB kommt bei Aktivierung des Homescreens und es regnet ein netter Scheibenwischer, der die virtuellen Regentropfen am Display wegwischt.

Auch eine coole Sache ist der WLAN-Hotspot. So kann man zum Beispiel die mobile Internetverbindung via WLAN an andere teilen. Hab’ ich schon ausprobiert, schließlich musste ja das alte Handy an den Mann bzw. die Frau gebracht werden, und ohne Datentarif empfehle ich niemanden, irgendwelche Dinge aus dem Market zu downloaden. Kann aber auch interessant für solche sein, die mit ihrem Laptop mobil surfen wollen, aber keinen Stick oder offenes WLAN zur Verfügung haben.

Kamera

5 Megapixel werden angegeben und ich muss sagen, ja, das werden schon ansprechende Bilder. Mit dem Blitz werden sogar Photos bei schlechten Lichtverhältnissen etwas, von den Einstellungen her, naja eine Spiegelreflex isses nicht, aber muss sie auch nicht sein. Hab’ mir ein paar nette Apps heruntergeladen, FxCamera wäre hier hervorzuheben, die der Kreativität keine Grenzen setzt: alle mögliche Effekte angefangen von Polaroids (die übrigens echt extrem realistisch daher kommen) über Fisheye-Effekt bis hin zu diesen Warhol-Verschnitten werden angeboten und dank der guten Kamera machen die auch echt was her.

Alle Halbprofifilmer können sich ebenfalls freuen, die Handyvids kommen ebenfalls in ansprechender Qualität daher, durch den Blitz, den man beliebig an- und abschalten kann, geht’s auch bei größter Dunkelheit, da leidet dann aber die Qualität etwas darunter.

Noch keine Erfahrungen hab’ ich mit dem Musicplayer gemacht, ist bei mir auch nicht zwingend notwendig, auf dem iPod hat mehr Platz und überhaupt, was allerdings positiv ist, durch den Klinkenstecker kann man seine eigenen Kopfhörer verwenden und muss nicht auf das mitgelieferte Headset zurückgreifen. Mit dem hätte man dann allerdings Radioempfang. Naja, wie jeder will.

Akkuleistung

Die Akkuleistung zu beurteilen ist das subjektivste am ganzen Handy. Einerseits hat nicht jeder das gleiche Nutzungsverhalten und andererseits. Ja eigentlich nichts. Ich steck’ den Akku so nach 1,5 Tagen an, liegt aber auch daran, dass ich im Büro extrem viel damit telefoniere (Rufumleitung, hehe) und auch sonst noch selten die Finger von dem Teil lassen kann. Wird sich aber sicher auch legen, am Wochenende kam ich locker die zwei Tage drüber. Und hab’ mich aber auch relativ intensiv mit dem Handy beschäftigt.

Fazit

Nach einer Woche kann und muss ich sagen: Ich hab’s noch keine Sekunde lang bereut! Ein extrem schickes und leistungsstarkes Handy, das so gut wie keine Wünsche offen lässt. Würd’s sofort jedem empfehlen, der überlegt, ein hochwertiges Smartphone anzuschaffen, den Ruf als iPhone-Killer hat es meiner Meinung nach absolut zurecht!

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